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2 x Ja zur Reform der Altersvorsorge

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Sichere Renten für die aktuelle wie für künftige Rentnergenerationen – im Interesse von Jung und Alt

Die Reform der Altersvorsorge 2020 ist das wichtigste und dringendste aktuelle Reformprojekt. Weitgehende Einigkeit besteht bezüglich der Hauptzielsetzungen:

  • Das Leistungsniveau muss mit der Reform erhalten bleiben.
  • Das finanzielle Gleichgewicht der AHV und der beruflichen Vorsorge muss gesichert werden.

Im Parlament hat sich eine referendumstaugliche Vorlage durchgesetzt. Nachfolgend die wesentlichen Punkte der Reform:

  • Harmonisierung des Referenzalters bei 65 für Frauen und Männer in der AHV und im BVG: Über vier Jahren wird das Rentenalter der Frauen in Dreimonatsschritten auf 65 Jahre erhöht (Jahrgang 1954 arbeitet 3 Monate länger, Jahrgang 1957 12 Monate länger).
  • Flexibilisierung der Pensionierung zwischen 62 und 70 Jahren. Wer länger arbeitet, kann seine Altersvorsorge aufbessern.
  • Zusatzfinanzierung der AHV: In einem ersten Schritt werden per 2018 0,3 % der Mehrwertsteuer vom IV- in den AHV-Fonds umgelagert. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,3% erfolgt mit der Gleichstellung des Referenzrentenalters von Mann und Frau im Jahr 2021. Faktisch spüren die Haushalte erst 2021 eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,3%.
  • Senkung des BVG-Mindestumwandlungssatzes von 6,8 % auf 6,0 % (d.h. wer bspw. eine BVG-Kapital von 300‘000 Franken hat, bekommt künftig eine monatliche Rente von 1500 Franken, während es heute 1700 sind). Diese Rentenkürzung wird für eine Übergangsgeneration von 20 Jahren kompensiert.
  • AHV-Zuschlag von 70 Franken pro Monat sowie eine Erhöhung des Plafonds für Ehepaare bei Neurentnern von 150 auf 155%. Diese Verbesserungen bei der AHV sind eine Teil-Kompensation für die Renteneinbussen in der 2. Säule. Für Rentner ohne 2. Säule (50% der Frauen haben keine 2. Säule) sind die 70 Franken eine Verbesserung der Vorsorge.
  • Finanziert wird der Rentenzuschlag für Neurentner durch eine Erhöhung der AHV-Lohnsumme um 0,3%, also je 0,15% zu Lasten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
  • Bisherige Rentnerinnen und Rentner werden weder von der Herabsetzung des Umwandlungssatzes noch von der Rentenerhöhung der Frau betroffen. Ihre Rente bleibt unverändert und wird von der Reform nicht tangiert.

Nichts ist teurer als ein Scheitern der Reform.

Was geschieht bei einem Scheitern der Reform:

  • Die Mehrwertsteuer muss per 2018 um 0,3% gesenkt werden (mit Umsetzungskosten von ca. 300 Mio. Franken für Unternehmen).
  • Der AHV würde ab dem nächsten Jahr rund eine Milliarde Franken entzogen.
  • Bereits 2025 weist die AHV ein Defizit von 3 Milliarden Franken aus, 2030 wird es schon 7 Milliarden Franken sein.
  • 2035 beläuft sich das Defizit auf 43‘326 Milliarden Franken und der AHV-Fonds ist leer.
  • Ein leerer AHV-Fonds ist sowohl für die junge Generationen wie für Rentnerinnen und Rentner verheerend. Das Milliardendefizit belastet die junge Generation und ein leerer AHV-Fonds gefährdet die Renten.
  • In der zweiten Säule (im BVG) fliessen heute 1,3 Milliarden Franken von den Erwerbstätigen an die Rentnerinnen und Rentner. Diese Umverteilung steigert sich schnell auf mehrere Milliarden Franken – zu Lasten der Erwerbstätigen und der jungen Generation.

In diesem Jahrhundert war noch keine Rentenreform erfolgreich. Alle sind gescheitert und nichts wäre teurer und nachteiliger für alle Generationen als ein Scheitern auch dieser Reform. Deshalb JA zum Bundesbeschluss über die Zusatzfinanzierung der AHV und JA zur Reform der Altersvorsorge 2020.

Kategorie: Abstimmungen | Kommentar schreiben

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