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Rede zur Nomination als Ständeratskandidatin

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Geschätzte Delegierte der CVP Aargau
Liebe Kolleginnen und Kollegen

Ich danke Euch herzlich für das Vertrauen, das Ihr mir mit der Nomination entgegenbringt und ich danke Euch, dass Ihr den Weg nach Birmenstorf in diese Turnhalle gefunden habt. Es ist ein Ort mit dem mich vieles verbindet. Denn vieles habe ich in dieser Turnhalle erlebt: Als Kind habe ich da x-mal die Kletterstangen hoch klettern müssen. Die Turnstunden habe ich gerne gehabt auch wenn sie nicht immer Eitelfreude waren. Mit dem Turnerinnen Sportverein TISV habe ich hier Fitness trainiert und der TISV hat in dieser Halle die legendären Wildsaubälle an der Fastnachtszeit organisiert, die mir in bester Erinnerung sind.
In dieser Turnhalle haben die Gemeindeversammlungen stattgefunden, wo viele wegweisende Entscheide für die Entwicklung unseres Dorfes gefasst worden sind.

Ich freue mich, dass ihr mich an diesem speziellen Ort zur Ständeratskandidatin nominiert habt und mit mir zusammen in den Wahlkampf startet. Ihr wisst ja, es wird nicht leicht werden zu gewinnen. Ich brauche eure Unterstützung!

Ein Wahlkampf ist immer eine gemeinsame Sache für uns; ein gemeinsame Aktion von Menschen mit gleichen politischen Ideen und Vorstellungen. Ich möchte mich für euch und für uns einsetzen. Ich möchte mit euch diesen Sieg erringen und sicherstellen, dass die CVP eine bedeutende Rolle spielt, dass wir gemeinsam Einfluss nehmen. Ihr kennt mich: Ich gehe gerne dann in die „Pole Position“, wenn ich weiss, dass ich eure Unterstützung habe und wir gemeinsam in die gleiche Richtung gehen.

Es lohnt sich zu kämpfen für die CVP, für unser Land, für unseren Kanton, denn der Aargau ist so etwas wie die Schweiz in der Schweiz: Der Aargau ist der viertgrösste Kanton in unserem Land und versorgt grosse Teile des Landes mit Elektrizität. Mit unseren Verkehrsinfrastrukturen sind wir das Bindeglied für die Landesteile. Der Aargau ist ein Kanton der Regionen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln. Wir sind ein Industriekanton, haben mit den Fachhochschulen praxisnahe Bildungsstätte und mit dem PSI eine weltweit renommierte Forschungsinstitution. Unser Kanton bietet eine hohe Lebensqualität und belegt im Kantonsranking Standortqualität einen Spitzenplatz.

Es waren nicht die Linken oder die Rechten, welche den Aargau erfolgreich gemacht und das Erfolgsmodell Schweiz geschaffen haben. Es waren unsere politischen Vorfahren, Männer und Frauen der CVP und der politischen Mitte welche mit ihrer weisen, verantwortungsbewussten und nachhaltigen Politik die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schweiz geschaffen haben.

Die Menschen, die wir brauchen und die uns weiterbringen sind jene, die zuhören können, die Kompromisse finden und nicht polemisch und polternd daherkommen.
Es sind Menschen, die sich an Werten orientieren und Werte pflegen, Werte wie Solidarität und Gemeinsinn, Selbstverantwortung und Freiheit der Bürgerinnen und Bürger, ein liberale Wirtschaftsordnung und ein gutes Bildungssystem, sowie der Föderalismus und einen verantwortungsbewussten Umgang mit unseren direkt demokratischen Instrumenten.

Wir haben aufgrund harter Arbeit und aufgrund guter, verlässlicher, pragmatischer Politik das Glück, im Wohlstand zu leben mit Vollbeschäftigung, guter Lebensqualität und intakten Landschaften.

Aber es ist eine Illusion zu glauben, das sei einfach eine Realität, für die man nicht täglich aufstehen und kämpfen muss.

Die einen glauben es gehe einfach immer so weiter – auch wenn man sich nicht anstrenge. Die anderen wittern im Wohlstand gar das Problem. Rechte und Linke haben da eines gemeinsam: Sie bewirtschaften ihre Feinbilder für Politpropaganda: Für die Rechten sind es die Ausländer, für die Linken die Reichen. Ich halte nichts von Extrempositionen und von Polemik. Sie schaden uns allen und bringen uns nicht weiter.

Die kommenden Jahre bringen grosse Herausforderungen mit sich. Ich sehe und verstehe die Sorgen und Nöte der Menschen. Sie liegen in der Frage der Sozialpolitik, in der Energiefrage, der Verkehrspolitik, der Migration und im Asylwesen.

Auf diese Punkte möchte ich kurz eingehen, damit ihr genau wisst, was ich höre und wie ich gedenke die Sorgen und Nöte der Menschen in die Politik einzubringen:

Das Unbehagen der Bevölkerung gegenüber der starken Zuwanderung ist ernst zu nehmen und die angenommene Massenzuwanderungsinitiative muss umgesetzt werden. Es ist aber sicher nicht im Interesse unseres Landes und unserer Bevölkerung, den bilateralen Weg zu opfern – das würde unseren Wohlstand gefährden. Das Volk wird sicher wieder Gelegenheit haben, darüber abzustimmen. Wie auch immer die Initiative auf Gesetzesstufe umgesetzt wird, dürfte dagegen das Referendum ergriffen werden.

Wir – Arbeitgeber und Politik – müssen es schaffen, dass inländische Arbeitskräfte, vor allem auch Frauen und ältere Mitarbeitende stärker und einfacher in den Arbeitsalltag integriert werden können und gute Stellen erhalten.

Bei der Migration dürfen wir nicht alles vermischen, sondern wir müssen klar unterscheiden zwischen Migranten aus der EU, Zuwanderern aus Drittstaaten und Asylsuchenden.

Mit dem revidierten Asylgesetz können Verfahren gestrafft, Missbräuche bekämpft und renitente Asylsuchende in speziellen Zentren untergebracht werden.

Das Gesetz muss nun aber umgesetzt werden. Es nützt nichts, wenn die Umsetzung verhindert wird und gleichzeitig neue Gesetze gefordert werden.

Gemeinden und Kantone sind auch gefordert, Sozialmissbräuche zu verhindern. Sonst leidet die Glaubwürdigkeit der Sozialpolitik, die richtig und wichtig ist: Die Schwächsten in unserer Gesellschaft haben Anspruch, nicht fallen gelassen zu werden. Aber Kurzaufenthalter aus der EU haben beispielsweise keinen Anspruch auf Sozialhilfe oder Arbeitslosengelder.

Speziell für den Aargau sehe ich im weitern folgende Schwerpunkte bei den Infrastrukturen:
– Wichtige Schweizerische Verkehrsachsen im Aargau sind sanierungs- und ausbaubedürftig, wie der Ausbau des Bözbergtunnels und der Ausbau der N1 auf drei Spuren.
– Der Aargau muss seine Position als Energiekanton in der Energiestrategie 2050 des Bundes festigen. Die Kraftwerke im Kanton Aargau knapp 30 % der Stromerzeugung der Schweiz oder viermal mehr Strom als der Aargau braucht.Ich setze mich ein für die Sicherung der Standortqualität und der Arbeitsplätze im Energiereich, namentlich bei der Produktion von Elektrizität.
– Der Aargau ist Forschungs- und Werkplatz und ich engagiere mich für eine Positionierung des PSI als Schweizerischer Innovationspark.

Liebe Parteikolleginnen und Parteikollegen

Ich habe Euch aufgezeigt, wie ich auf Grund der Sorgen der Menschen den Handlungsbedarf in Zukunft sehe. Ich bin jederzeit bereit, diese Fragen mit Euch zu diskutieren, eure Anliegen aufzunehmen und in den politischen Prozess einzubringen.

Ich bin klar der Meinung, dass Politiker nicht Ängste oder Neid schüren dürfen, sondern dass Politiker zuhören und pragmatische Lösungen finden müssen, damit es uns auch in Zukunft gut geht. Von Polemik und Extrempositionen halte ich nichts, weil uns das nicht weiter bringt. Ich stehe ein für bürgerliche Werte wie Anstand und Respekt im Umgang und Kompromissbereitschaft bei der politischen Entscheidungsfindung.
Ich verspreche Euch, mich für Euch, für den Aargau, für unser schönes Land und seine Bevölkerung einzusetzen. Ich bleibe gradlinig, ringe und kämpfe für gangbare politische Wege und pragmatische Lösungen fernab der Extreme. Lasst uns gemeinsam gewinnen!

Birmenstorf, 16. Oktober 2014

Kategorie: Unkategorisiert | Kommentar schreiben

  1. Von: Hans Fischer|November 12, 2014 - 11:20 am

    Liebe Frau Humbel

    Gratuliere herzlichst zu Ihrem Entscheid sich den Ständeratswahlen 2015 stellen zu wollen. Sicher wird es nicht einfach werden, doch wer nichts wagt gewinnt nichts, sagt man….

    Ihre Kandidatur sehe ich jedoch nicht als grosses Wagnis an, bringen Sie doch idealste Voraussetzungen mit, um diesem Amt würdevoll und mit grosser Kompetenz begegnen zu können! Ihre Geradlinigkeit wird von bewundernswertem Mut begleitet, unterstützt von Beharrlichkeit, getragen von grossem Fachwissen!

    Sie scheuen sicht auch nicht „heisse Eisen“ anzupacken, sind bereit auf Kosten von Popularität im Interesse von Betroffenen auch sachdienlich zu bleiben. Seltene Krankheiten, Bemühungen zur Senkung der Kosten im Gesundheitswesen, Verbesserung von deren Abläufe, als nur einige Stichworte!

    Was mich besonders beeindruckt ist aber, dass Sie Ihre Politik auch unerschrocken vorleben, Ihre Authentität dadurch unterstreichen: Sie praktizieren erfolgreich den Laufsport und machen es vor! Vielen sind Sie dadurch zum Vorbild geworden, haben wieder an Lebensqualität gewonnen.
    Habe dies selber erfolgreich erfahren dürfen!

    Ihr Leistungsausweis als Nationalrätin muss bei Ihren Kolleginnen und Kollegen Neid aufkommen lassen: 233 Voten 138 Vorstösse haben Sie in vergangenen Jahren erarbeitet,- und das sehr erfolgreich.
    Herzliche Gratulation!

    Ihre Dossierfestigkeit steht wie ein Fels in der Barandung, hat einen Namen: Ruth Humbel!
    Sie reden nicht nur mit, nein Sie prägen sie die Politik (nicht nur) der CVP, ja leben für die Politik!

    Ihr Charisma, Ihre Beschreibung, Ihr Leistungsausweis passt also hervorragend zum Ausschreibungsprofil des Ständeraten! Kämpfen Sie weiter!

    Der Aargau kann stolz sein, Aussicht auf solch optimale Vertretung zu haben!

    Meine Stimme gebe ich Ihnen schon jetzt, würde Sie Ihnen gerne am liebsten hundertfach geben, wenn erlaubt!

    Herzlichst, mit freundlichen Grüssen

    Hans Fischer, Ingenieur, mehrfacher Unternehmer, Aargauer

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